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McAllister muss Vorwürfe gegen Grotelüschen entkräften

Putenmast-Affäre – Grafik: Marco Sievers

Grafik: Marco Sievers

10. August 2010 0 Kommentare

Die niedersächsischen Sozialdemokraten, SPD-Landesvorsitzender Olaf Lies und die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Andrea Schröder-Ehlers, fordern eine schnelle und lückenlose Aufklärung der schweren Vorwürfe, die im Rahmen eines Berichtes des ARD-Magazins Report Mainz gegen Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen erhoben werden.

„Ministerpräsident McAllister muss den erschütternden Anschuldigungen entgegentreten, dass sich seine Tierschutzministerin an tierquälerischer Mastputerei eine goldene Nase verdient“, erklärten Lies und Schröder-Ehlers. Da Frau Grotelüschen offensichtlich in einem Interessenkonflikt stecke, müsse der Ministerpräsident seiner Verantwortung gerecht werden und die Aufklärung vorantreiben.

Am gestrigen Montag hatte das ARD-Magazin berichtet, dass es bei mecklenburgischen Putenmästern zu tierquälerischer Putenhaltung gekommen war. Report Mainz zeigte Bilder von verletzten und verendeten Tieren. Die betroffene Erzeugergemeinschaft bezieht ihre Küken bei der Mastkükenbrüterei Ahlhorn, dem Betrieb des Ehemannes von Astrid Grotelüschen. Frau Grotelüschen war vor ihrer Ernennung zur Landwirtschaftministerin durch den ehemaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff im April dieses Jahres Geschäftsführerin bei Ahlhorn.

„Die schockierenden Aufnahmen belegen Tierquälerei in schlimmster Form. Als Geschäftsführerin können Frau Grotelüschen die Vorgänge in der geschäftlich angebundenen Putenmästerei nicht verborgen geblieben sein. Es liegt der Verdacht nahe, dass der Tierschutz im Geschäftsumfeld der Grotelüschens der Profitgier untergeordnet wird, auch wenn die Ministerin jedwede Geschäftsbeziehung zwischen der Mastkükenbrüterei ihres Mannes und der Mecklenburgischen Putenerzeugergemein-schaft vor laufender Kamera geleugnet hat. Die Recherchen von Report Mainz lassen Zweifel an dieser Darstellung von Frau Grotelüschen aufkommen“, so Lies.

Der Landesvorsitzende wies darauf hin, dass bereits jetzt der Ruf der Ministerin beschädigt sei. „Frau Grotelüschen wird es schwer haben, glaubwürdig für den Tierschutz einzutreten. Außerdem wird sie mit diesen Anschuldigungen im Gepäck wohl kaum als interessenunabhängige Instanz wahrgenommen, wenn es darum geht, die aufgeheizte Stimmung rund um die Ansiedelung von Megaschlachthöfen in Niedersachsen zu befrieden“, erklärte Lies.

Die SPD will den Fall im Landtag thematisieren. „Wir erwarten, dass die Ministerin bei der nächsten Sitzung des Landwirtschaftsausschusses persönlich erscheint“, sagte Andrea Schröder-Ehlers im NDR.

Informationen im Internet:


LandwirtschaftNiedersachsen

 

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