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Andrea Schröder-Ehlers hospitiert in Seniorenpflegeheim

Altenpflege – Foto: Deanm1974, Fotolia.de
09. Juli 2010 0 Kommentare

Die niedersächsische SPD-Landtagsfraktion will über die Zukunft der Altenpflege und die Probleme der Pflegeeinrichtungen mit den Betroffenen ins Gespräch kommen. Im Rahmen der landesweiten Initiative „Gute Pflege für alle – Wertvolle Pflege sichern“ wird Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers heute, am Freitag, im neuen Seniorenzentrum Reppenstedt hospitieren.

„Bis zum Jahr 2020 wird nach vorliegenden verlässlichen Prognosen die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Niedersachsen von jetzt etwa 220.000 auf über 263.000 Menschen ansteigen, eine Folge des demographischen Wandels“, so die SPD-Abgeordnete. Daraus würden sich große Herausforderungen für die Pflegeeinrichtungen, aber auch für das Land Niedersachsen ergeben. Schon jetzt seien große Defizite festzustellen, es fehle landesweit an gut ausgebildeten Pflegerinnen und Pflegern. Laut Landespflegebericht werde der Bedarf an gut ausgebildeten Altenpflegerinnen und -pflegern in Niedersachsen bis 2020 um bis zu 22 Prozent, bis 2050 sogar um 75 Prozent wachsen. Dagegen sei von 2003 bis 2006 die Zahl der Altenpflegeschülerinnen und -schüler von 1.981 auf nur noch 1.698 gesunken, erst 2008 gab es einen leichten Anstieg.

„Um den prognostizierten Bedarf an qualifizierter Pflege abdecken zu können, ist die Ausbildung von jährlich rund 2.000 Altenpflegeschülerinnen und -schülern notwendig“, weiß Andrea Schröder-Ehlers. Und die Sozialdemokratin weist auf ein weiteres Problem hin: „Aufgrund der 2005 gestrichenen Landeszuschüsse für die stationäre Altenpflege müssen immer mehr alte Menschen ihren Lebensabend in Zwei- oder gar Dreibettzimmern verbringen, und dies ist eindeutig nicht die Schuld der Pflegeeinrichtungen“, betont sie.

Ein Bild von der Situation der Pflegekräfte möchte sich die Sozialdemokratin in diesen Tagen selbst machen. „Ich möchte mit Expertinnen und Experten dazu in einen Informationsaustausch kommen. Die SPD-Landtagsfraktion will ihre Vorschläge nämlich im gemeinsamen Dialog mit Pflegeeinrichtungen, ihren Trägerorganisationen und mit den Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen entwickeln“, kündigt die Landtagsabgeordnete an.

Informationen im Internet:


Demografischer WandelSozialstaat

 

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